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Ǖber die Armut

Nepal ist ein wunderschönes Land – ist Hilfe wirklich nötig?

Auf Grund seiner natürlichen Ressourcen wäre Nepal im übertragenen Sinn eines der reichsten Länder der Welt. Es ist ein wunderschönes Land mit den höchsten Bergen, klaren Flüssen, einer sonst nirgendwo anzutreffenden Vielfalt an seltenen Pflanzen und Orchideen, sowie einer herrlichen Tierwelt mit den seltensten Vögeln dieser Erde.

Obwohl Nepal lediglich 0,1 % der Erde einnimmt, ist es Heimat für:

  • 8 der höchsten Berge der Welt
  • 2% aller Blühpflanzen der Welt
  • 8% aller Vogelarten (mehr als 848 Arten)
  • 4% aller Säugetiere der Welt
  • 11 der 15 Schmetterlingsfamilien der Welt (mehr als 500 Arten)
  • 600 einheimische Pflanzenarten
  • 319 exotische Orchideenarten

Trotzdem dieser Naturwunder sind Nepal und Armut eins.

Nepal wird laut Unesco Bericht 1995 als viertärmstes Land der Welt genannt und stellt selbst in Asien fast das Schlusslicht dar.

Der Grossteil von Nepals Bevölkerung kämpft sich in großer Armut durchs Leben. Etwa 48 % sind arbeitslos. Mehr als die Hälfte der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Sie sind so arm. dass noch nicht einmal die täglich notwendige Kalorienaufnahme gewährleistet werden kann. Ohne täglich gesicherte Nahrungsversorgung ist das Durchbrechen des Kreislaufes von Armut, Bitterkeit und Leid schwer.

Nepals Kindersterblichkeitsrate ist hoch (67/1000), bei den Neugeborenen sogar bei ca. 165 von Tausend. Dies bedeutet also, dass jedes 6. Kind die ersten Tage seiner Geburt nicht überlebt  – die Kindersterblichkeitsrate ist sogar eine der höchsten der Erde bei gleichzeitig sehr niedriger Lebenserwartung. Jedes 7. Kind überlebt sein 5. Lebensjahr nicht oder jedes 2. Kind ist chronisch unterernährt. Jedes 4. Kind ist also somit ohne Chance!
 
Etwa 72 % der Erwachsenen, insbesondere die Zahl der Frauen sind Analphabeten, die Lebenserwartung an 142. Stelle der Weltrangliste noch hinter Bangladesh, wird auf knapp 50 Jahre geschätzt. Für Frauen sogar noch weniger! Nepal ist das einzige Land der Welt, in dem die Lebenserwartung der Frauen niedriger ist als die der Männer. Zu hart ist ihr Leben, ihr Kummer zu gross und zu schlecht die medizinische Versorgung. Zu früh werden sie verheiratet, um ein Maul weniger stopfen zu müssen. Sie bekommen Kinder, wenn sie selbst noch Kinder sind. Ihre Kinder kommen meist schon unterernährt oder krank zur Welt. Unterernährte, junge Mütter bringen schwache Kinder zur Welt und so setzt sich der Kreislauf wiederum zwischen Armut und Krankheit immerfort.

Auf einen Arzt kommen umgerechnet mehr als 30 000 Menschen. Und selbst dieser einzige Arzt oder der einzige Gesundheitsposten irgendwo mit nur einem schnell ausgebildeten „Healthworker“ ist nicht selten Tagesmärsche weit entfernt. Dies bedeutet lange Märsche für die Verwandten, die den Kranken über Hängebrücken, über Stock und Stein aus dem Gebirge in Bastkörben auf dem Rücken tragen müssen.

Auf alle Kinder Kathmandus kommt nur ein einziges Kinderkrankenhaus.

Die meisten Nepalesen suchen daher verzweifelt nach Möglichkeiten ein besseres Leben zu führen. Doch ohne den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, gibt es wenig Hoffnung auf bessere Tage für so viele Kinder.

Armut hat viele Gesichter
Es geht nicht immer ums Verhungern. Armut bedeutet auch Hoffnungslosigkeit, Hunger und Unterernährung. Mangelnde Ernährung ist einer der Gründe für viele der Krankheiten und Todesfälle, besonders bei den Kindern.

Armut zeigt den Mangel an Chancen, Mangel an Liebe, Mangel an Freude und verlorener Hoffnung.

Bildung
Bildung ist ein kostbares Gut in Nepal. Der Begriff „gebildet“ muss in Nepal sehr differenziert betrachtet werden. In kleinen, abgelegenen Dörfern, in denen es nur eine kleine Schule mit nur einem Lehrer gibt, gilt dieser Lehrer, wenn er selbst nur 4 Schuljahre hinter sich gebracht hat, bereits  als „Gelehrter“. Andere haben schliesslich noch nicht einmal 2 Schuljahre hinter sich bringen können.

Wie sollen Kinder lernen können, wenn sie anstatt zu lernen arbeiten müssen? Wenn es noch nicht einmal für die tägliche Nahrung reicht - wie könnten diese Eltern dann für Bleistifte und Schulhefte aufkommen?

Kinder brauchen Hilfe
So enden Kinder dann als Kinderarbeiter und müssen ihre Kindheit aufgeben. Ein jähes Ende, wenn man kaum 6 ist…Kinderarbeit existiert! 2,6 Millionen Kinder sind in den verschiedensten Formen der Kinderarbeit mit körperlichen und seelischen Schäden eingebunden, wovon mindestens 40.000 Kinder in der Zwangsarbeit beschäftigt sind.

26.000 arbeiten oder leben auf der Strasse, wovon ca. 5.000 Strassenkinder sind.

Kinder, die verwaist sind, oder Familien haben, die sie aber nicht mehr ernähren konnten. Kinder, die von einem Elternteil vor die Tür gesetzt wurden oder sie es selbst sind, die das Geld für die Familie zusammenbetteln müssen. Solange Familien auf den Verdienst ihrer Kinder angewiesen sein werden, wird es immer Kinder geben, die unter schlimmsten Verhältnissen arbeiten müssen.

Eine Wahl haben diese Kinder nicht. So jung sie auch sind, gibt es einen Grundsatz: leben oder sterben! In Nepal leiden mehr Kinder Not als die, die glücklich leben und aufwachsen können. Die Mühen des Lebens beginnen in Nepal schon früh für ein Kind. Sei es durch Unterernährung oder Krankheit. Das traurige daran ist, dass viele der Faktoren, die Krankheiten auslösen, im Westen schnell geheilt werden könnten.

100.000 Kinder sterben jährlich an akutem Durchfall, Wurmerkrankungen, Lungenentzündungen, Tetanus, Typhus oder Masern. Krankheiten, die leicht kurierbar oder sogar vermeidbar wären, wenn genügend Hilfe, Trinkwasser oder ausreichend hygienische Verhältnisse vorhanden wären. Ärztliche Behandlungen für einfache Infektionskrankheiten, die im Westen zwar unangenehm wären, aber nicht zum Tod führen würden. In Nepal jedoch fehlen vielen selbst 10 Euro, um ggf. ein Leben zu retten.

So kann auch vielen Müttern nicht geholfen werden. Die Sterblichkeitsrate bei Müttern (Maternal Mortality Rate) ist ebenso traurig: es ist die höchste der Welt.

Es mangelt an vielem: die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu einer hygienischen Toilette, viele haben noch nicht einmal sauberes Trinkwasser. Wasser kann oft kostbarer sein als Gold…

Das hohe Bevölkerungswachstum der letzten Jahre hat viele Probleme mit sich gebracht. Fehlendes sauberes Trinkwasser, Müllberge und Energieknappheit. Die hohe Arbeitslosigkeit, der hohe Analphabetismus, zu viele ungelernte Arbeitskräfte und immerhin mehr als 42 % der Bevölkerung ist unter 15 Jahre, zeigen das Ausmass und die Notwendigkeit der Hilfe.

10 Jahres des Bürgerkrieges haben viele Kinder einer friedlichen Kindheit und ihrer Eltern oder gar ganzen Familien beraubt. Noch mehr verloren ihr Zuhause und leiden an schweren Traumata. Psychologen zur Konfliktaufarbeitung sind jedoch rar. 

Aus Verzweiflung und dem Streben nach Glück versuchen einige in Kathmandu Fuss zu fassen. Doch das überfüllte, versmogte Kathmandu mit seiner hohen Arbeitslosigkeit stellt sich meist als Endstation dar.

Endstation Strasse - Endstation Slum.

Sie sind in den Touristengegenden, den Slums und den Müllbergen zu finden.

Sie schlafen unter Brücken, vor Geschäften, im Winter in eisiger Kälte unter einem Stück Pappe.

Sie betteln – stehlen – hungern.

Von guten Mahlzeiten, warmen Betten und Schulbänken träumen sie nur!

Viele der anderen Kinder in den Slums, immerhin mit einem Dach aus Plastikplanen oder Holzverschlägen über dem Kopf, leiden genauso sehr - an Hunger, Verwahrlosung, Krankheiten und absoluter Chancenlosigkeit. Sie leiden unter fehlender elterlicher Fürsorge, weil die Eltern viel zu sehr damit beschäftigt sein müssen, irgendwie Geld für das Essen zusammenzutragen. Sei es durch Plastik-, Müllsammeln und Betteln.

Fehlende soziale Strukturen, fehlende Liebe, fehlende Schulausbildung, fehlende Fürsorge, fehlende Chancen prägen ihr aller Leben.